Bei einer weitreichenden Investition, wie die in eine Pflegeimmobilie, stellen sich natürlich einige gewichtige Fragen.
Hier möchten wir Ihnen vorab einige wiederkehrende Fragen übersichtlich beantworten.

Warum sollten Sie in Pflegeimmobilien investieren?

Beim Pflegemarkt handelt es sich um den tatsächlich letzten konjunkturabhängigen Wachstumsmarkt. Die Deutschen werden immer älter – in weiterer Folge werden sie auch pflegebedürftiger. Beobachtet man den demographischen Wandel, so werden in den nächsten Jahren noch mehr Menschen einen Pflegeplatz benötigen. Somit ist es nicht überraschend, dass immer mehr Investoren ihr Geld in Pflegeimmobilien investieren; am Ende stehen die Chancen gut, dass sich eine sichere und auch ertragsstarke Kapitalanlage ergibt.

Woher weiß ich, ob der Standort einer Pflegeimmobilie gut ist?

Bevor Bauprojekte dieser Art geplant und gestartet werden, durchlaufen sie mehrere Stadien der Begutachtung. Gerade im Fall einer Pflegeimmobilie wird vorab der Bedarf an Pflegeplätzen aufwendig geprüft und nur gebaut, wenn dieser gegeben ist.

Was passiert, wenn eine Pflegeimmobilie nicht zum angegeben Zeitpunkt fertig gestellt wird?

Bauträger und Investoren planen gemeinhin genügend Zeit ein, um nicht in Verzug zu geraten. Von den meisten Projekt- und Bauträgern wird ein fester Zeitpunkt garantiert, ab dem die Miete gezahlt wird.

Was für eine bauliche Qualität kann ich für meine Investition erwarten?

Neubauten und jüngere Bestandsimmobilien bieten wir zu aktuellen Energiestandards an. Diese richten sich nach der Heimmindestbauverordnung, die bauliche Mängel an Pflegeimmobilien sehr unwahrscheinlich macht. Außerdem gelten die Standards KfW55 und KfW 40, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und besondere Energieeffizienz gewährleisten.
Außerdem können Sie Sich vom Zustand und der Qualität Ihrer Pflegeimmobilie jederzeit selbst überzeugen.

Was für Kosten entstehen außer dem Kaufpreis?

Es fällt einerseits die Grunderwerbssteuer an, die Sache des Bundeslandes ist und zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises beträgt.
Außerdem sind 1,5%-2% des Kaufpreises als Notar- und Grundbuchkosten einzuplanen.
Maklercourtage entsteht Ihnen bei uns keine.

Kann der Betreiber der Pflegeimmobilie in die Insolvenz geraten?

Der Mietausfall für eine Pflegeimmobilie liegt laut RWI Studie von 2009 bei 1%, ist also ein seltenes Phänomen. Pflegeheime und –immobilien sind in der Regel komplett belegt (es herrscht Pflegeplatzmangel), das heisst die Liquidität ist durch die steten Leistungen der Heimbewohner gewährleistet.

Welche Kosten für Hausverwaltung und dergleichen kann ich erwarten?

Die Kosten variieren zwischen 15€ und 30€, allerdings sollten bei 30€ monatlichen Kosten auch eine jährliche Objektbegehung, sowie regelmäßige Bilanzen gegeben sein. Die Instandhaltungskosten legt eine Eigentümerversammlung fest, diese belaufen sich auf 100€-200€.

Was passiert, wenn meine Pflegeimmobilie leer steht?

Die Mieteinnahme für Ihre Pflegeimmobilie ist deshalb gesichert, weil sie unabhängig von der Belegung durch den Betreiber geleistet wird, der die Gesamtimmobilie gepachtet hat oder betreibt.

Inwiefern betrifft es mich, wenn der Heimbewohner meiner Immobilie seine Kosten nicht mehr tragen kann?

Sollte ein Heimbewohner selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten, so sind zunächst seine Verwandten für diese Ausfälle haftbar zu machen.
Nach §72 SGB XI ist allerdings auch dann die Zahlung gesichert, wenn die Angehörigen nicht für die Kosten aufkommen können, denn dann springt die Pflege- oder zuletzt die Sozialkasse für die Begleichung ein.

Kann ich meine Pflegeimmobilie auch selbst nutzen?

Höchstwahrscheinlich wird ein Heimplatz oder jede andere Pflegeimmobilie stets belegt sein, so dass ein plötzlicher Eigenbedarf schwer umzusetzen sein wird.
Allerdings besteht die Möglichkeit, ein Vorbelegungsrecht vertraglich abzusichern, damit sie im Eintrittsfall selbst ihre Pflegeimmobilie beziehen können.

Taugt die Pflegeimmobilie zur Altersvorsorge?

Der Kauf einer Pflegeimmobilie eignet sich durch historisch niedrige Zinsen auch, wenn das Eigenkapital gering ist. Bei einer 110 % Finanzierung in 26 Jahren Laufzeit ergibt sich eine 5 % p.a. Rendite. Der Kauf einer Pflegeimmobilie taugt somit sehr zur Altersvorsorge.

Was bedeutet Netto- oder Bruttomietrendite?

Bruttomietrendite ist das Verhältnis von Kaufpreis zur Kaltmiete. Dementsprechend ist die Nettomietrendite die, in der die Kaufnebenkosten beim Kaufpreis miteinbezogen werden und diese den Kosten Kaltmiete plus Verwaltung und Instandhaltung gegenüber gestellt wird.

Habe ich durch den Kauf einer Pflegeimmobilie Steuervorteile?

Das Gebäude kann in 50 Jahren zu je 2% pro Jahr abgeschrieben werden. 15 Jahre lang ist es möglich, ca. 6,6% für Inventar und Außenanlagen abzuschreiben.
Wie bei anderen Immobilien fällt nach Ablauf der 10 jährigen Spekulationsfrist die Steuer auf erzielte Gewinne weg.

Was bedeutet für mich der Zweitmarkt bei Pflegeimmobilien (EXIT)?

Der Zweitmarkt für Pflegeimmobilien bedeutet, dass dort private Wohnungen aus erster Hand in zweite Hand verkauft werden. Dieser Zweitmarkt läuft Dank des demografischen Wandels in Deutschland sehr positiv. Pflegeplätze sind rar und werden auch in näherer Zukunft nicht ausreichend vorhanden sein, so dass die Nachfrage grundsätzlich über dem Angebot liegt.
Dadurch gelangen Pflegeimmobilien selten auf einen öffentlichen Markt oder müssen über Makler vertrieben werden, sondern werden in den meisten Fällen direkt vom Mieter gekauft.

Wie können Sie sicherstellen, dass Ihr Geld in ein hochwertiges Pflegeobjekt fließt?

Da wir uns ausschließlich auf hochwertige Objekte spezialisiert haben, können Sie sicher sein, dass Sie nur die besten Immobilien angeboten bekommen.

Können Sie die Immobilie auch durch Ihre Hausbank finanzieren lassen?

Bankmitarbeiter haben immer wieder Schwierigkeiten, wenn sie die Immobilie bewerten und danach einen Finanzierungsantrag bearbeiten sollen. Die Gründe sind unterschiedlich. In vielen Fällen hat die Bank natürlich eigene Immobilien, die sie verkaufen möchte; dass Ihnen dann womöglich vom Kauf der Pflegeimmobilie abgeraten wird, ist keine Überraschung. Mitunter kann es auch vorkommen, dass Ihr Bankbetreuer auch nicht das Prinzip nach dem WEG-Gesetz kennt. Die Immobilie kann aber auch derart weit weg von Ihrer Hausbank sein, dass eine gewöhnliche Vor-Ort-Besichtigung nicht möglich ist. Befindet sich Ihre Hausbank in der Nähe der Immobilie und sind die Mitarbeiter mit dem Konzept vertraut, so können Pflegeappartements problemlos finanziert werden. Es gibt heute keine andere Immobilienklasse, die derart sichere Mieterträge mit sich bringt. Zudem weisen Pflegeimmobilien auch eine langfristige Wertstabilität auf. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn Sie sich für eine Finanzierung interessieren!

Mit welchen Erwerbsnebenkosten müssen Sie rechnen?

Eigentümer müssen einerseits die Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5 Prozent bis 6,5 Prozent des Kaufpreises) berücksichtigen, andererseits müssen auch die Notar-, Grundbuch- und Gerichtskosten übernommen werden. Jene belaufen sich auf rund 1,5 Prozent bis 2 Prozent des Kaufpreises.

Werden die Gemeinschaftsflächen in die Gesamtfläche des eigenen Appartements miteinberechnet?

Ja. Geteilte Immobilien weisen, so das Wohnungseigentumsgesetz, immer zwei Teile auf: So gibt es das Gemeinschaftseigentum (Flure, Treppenhäuser, Gemeinschaftsräume) und das Sondereigentum (Ihr persönliches Pflegeappartement). Sie müssen daher auch eine anteilige Mietvorschreibung für das Gemeinschaftseigentum bezahlen.

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Jeder Eigentümer bezahlt, bezugnehmend auf die Größe des Appartements, eine Verwaltergebühr und Instandhaltungsrücklage.

Können Sie den Erwerb der Immobilie auch steuerlich geltend machen?

Ja. Die Anschaffungskosten und auch die anteiligen Gemeinschaftsanlagen können mit jährlich 2 Prozent abgeschrieben werden. Auf den Gebäudeanteil und auch auf die Außenanlagen besteht eine 95%ige Steuerfreiheit bei einem Verkaufsgewinn, sofern die Spekulationsfrist (10 Jahre) abgewartet wird.

Können Sie das erworbene Pflegeapartment auch selbst nutzen?

Ja. Betreiber bieten ein bevorzugtes Belegungsrecht an. Das gilt aber nicht nur für Sie – das Recht haben auch Ihre Familienangehörigen. Zu beachten ist aber, dass Ihr eigenes Pflegeapartment wahrscheinlich vermietet ist. Eine Kündigung der pflegebedürftigen Person ist nicht möglich. Trennen Sie daher die Immobilie als Kapitalanlage von der potentiellen Selbstnutzung. Entscheiden Sie sich für einen langfristigen und sicheren Vermögensaufbau und spekulieren Sie nicht mit dem Umstand, im Pflegebedarfsfall eine Vorkehrung getroffen zu haben, die Sie selbst nutzen können.

Welche Risiken müssen Sie bei der Investition berücksichtigen?

Es gibt keine risikofreie Geldanlage. Jedoch sind die Risiken, verglichen mit anderen Investitionen, überschaubar. Der Betreiber der Einrichtung kann theoretisch in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da nicht genügend Appartements vermietet werden konnten. In der Regel wird ein neuer Betreiber gesucht, der die Einrichtung fortführt.

Wer kümmert sich um die Instandhaltung des Objekts?

Im Mietvertrag wird geregelt, dass der Betreiber für die Instandhaltung verantwortlich ist. Eigentümergemeinschaftsverwalter kümmern sich um die Instandhaltung, führen Dokumentationen von Begehungen und sorgen dafür, dass die Objekte in einem einwandfreien Zustand bleiben.

Wer kümmert sich um die Vermietung und in weiterer Folge um die Betriebskostenabrechnung?

Der Betreiber ist nicht nur für die Vermietung verantwortlich; der Betreiber sorgt sich auch um die Abrechnung der Betriebskosten. Des Weiteren ist der Betreiber für die Instandhaltung des Inventars und auch der Innenausstattung zuständig. Als Eigentümer und Investoren haben Sie keinerlei Kontakt mit den Mietern.

Handelt es sich um inflationsgeschützte Mietverträge?

Ja. Die Verträge werden im Rahmen der Indexierung – bezugnehmend auf die Verbraucherpreisindex-Entwicklung – abgesichert.

Welche Voraussetzungen müssen die Betreiber einer Pflegeeinrichtung erfüllen?

Es werden ausschließlich erfahrene Betreiber, die jahrelang im Pflegebereich tätig waren, herangezogen.

Kann der Betreiber der Einrichtung auch insolvent werden?

Ja. Kommt es zu einer Insolvenzanmeldung, benennt der jeweilige Sozialhilfeträger einen sogenannten „Übergangsbetreiber“. Dieser führt die Einrichtung weiter, bis ein neuer Betreiber gefunden wird, der auch die bestehenden Miet- und Versorgungsverträge übernimmt. Mitunter können in dieser Zeit zwei bis drei Monatsmieten ausfallen. Folgt man jedoch der Pflegemarktstudie aus dem Jahr 2011 von Ernst & Young, so liegt die Ausfallswahrscheinlichkeit eines Betreibers bei gerade einmal 1,5 Prozent.

Welche Aktivitäten werden bei einem Leerstand der Apartments gesetzt?

Auch dann, wenn das Pflegeapartment leer ist, fließt natürlich die Miete. Sie erhalten nämlich auch dann Mietzahlungen, wenn Ihre Appartements gar nicht belegt sind.

Was müssen Sie beachten, wenn der Pachtvertrag abgelaufen ist?

Ist der Pachtvertrag nach der vereinbarten Laufzeit abgelaufen, so bedeutet das natürlich nicht, dass das Heim als solches nicht mehr genutzt werden kann. Schlussendlich gibt es ja noch immer pflegebedürftige Bewohner, die natürlich auch weiterhin versorgt werden müssen. Im Regelfall kommt es zum Abschluss eines neuen Pachtvertrages mit dem aktuellen oder neuen Betreiber.

Beachten Sie die Unterschiede zwischen Brutto-, Netto- und Eigenkapitalrendite!

Die wichtigsten Faktoren und Kennzahlen, sofern Sie eine Immobilie erwerben, sind natürlich die Angaben über die Rendite vor der Steuer, wobei es hier unterschiedliche Renditeangaben gibt. Sie sollten daher, bevor Sie eine Investition planen, Informationen einholen, welche Renditen möglich sind.

Die Bruttorendite ist die sogenannte Jahresnettokaltmiete, die im Verhältnis zum Kaufpreis gesetzt wird. Die rechnerische Ermittlung basiert auf der Jahresnettokaltmiete / Kaufpreis. Die Bruttorendite wird im Regelfall beim Immobilienangebot angegeben.

Die Nettorendite entspricht der Jahresnettokaltmiete; hier wurden bereits die Bewirtschaftungskosten (im Verhältnis zum Kaufpreis und den Erwerbsnebenkosten) abgezogen. Die rechnerische Ermittlung: Jahresnettokaltmiete – den Bewirtschaftungskosten / Investitionskosten.

Die Eigenkapitalrendite ist der Ertrag im Verhältnis zum Eigenkapital; die rechnerische Ermittlung basiert auf Ertrag / Eigenkapital.

Der Ertrag wird aus der Jahresnettokaltmiete – Bewirtschaftungskosten – Zinsaufwand ermittelt. Tilgungen werden nicht berücksichtigt; jene haben nur eine Auswirkung auf die Liquidität, jedoch keine Auswirkung auf den tatsächlichen Ertrag.

Warum werden die Apartments nicht selbst von den Betreibern erworben?

Viele Betreiber möchten sich nicht dauerhaft mit dem Eigenkapital binden. Schlussendlich gilt der Erwerb einer Pflegeimmobilie als gewerbliche Finanzierung. Das heißt, der Betreiber muss rund 35 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital zur Verfügung stellen. Das wären – schätzungsweise – 5 Millionen Euro. Hinzu kommen noch 10 Prozent Erwerbsnebenkosten und ein Zinssatz von rund 7 Prozent. Für die Betreiber ist es daher wirtschaftlich sinnvoller, wenn die Einrichtung gepachtet und die Miete an den jeweiligen Eigentümer des Appartements weitergegeben wird.

Keineswegs jeder Kapitalanleger oder Käufer einer Pflegeimmobilie ist ein ausgewiesener Immobilienfachmann. Dennoch, oder gerade deswegen muss er sich notgedrungen mit Formulierungen sowie mit Fachausdrücken vertraut machen, die ihm bisher fremd gewesen sind. Die FAQ gibt zu dem Thema ebenso kurze wie präzise Antworten. Das englische Frequently Asked Questions, abgekürzt FAQ heißt zu Deutsch häufig oder meist gestellte Fragen. In diesem Fall sind es anderthalb Dutzend alphabetisch geordnete Begriffe rund um die Pflege & Pflegeimmobilie.

Was bedeutet die Abschreibung für Abnutzung im Falle einer Pflegeimmobilie?

AfA ist eine prozentuale Wertminderung der Immobilie als Anlagevermögen, die der Investor bei seiner Jahressteuererklärung geltend macht. Die AfA verringert die Höhe des zu versteuernden Jahreseinkommens und in der Folge davon auch die tatsächliche Steuerlast. Grundlage für die AfA-Berechnung sind Höhe der Anschaffungskosten einerseits sowie übliche Nutzungsdauer andererseits.

Was passiert im unwahrscheinlichen Fall einer Betreiberinsolvenz?

Für eine Betreiber-Pflegeimmobilie zahlt der Mieter die Monatsmiete an den Betreiber. Geht der in Konkurs, ist das schlimm, aber kein Drama. In dieser Situation sucht und findet der Insolvenzverwalter innerhalb kurzer Zeit einen neuen Betreiber. Das ist deswegen geradezu garantiert, weil heutzutage und auch in Zukunft die Pflegeimmobilien-Nachfrage weiterhin ansteigen, auf keinen Fall jedoch nachlassen wird. Der Insolvenzverwalter sorgt kraft Gesetz dafür, dass alles mit rechten Dingen sowie ganz ungehindert weitergeht.

Besonderheiten für Betreutes Wohnen

Im Gegensatz zu einem Pflegeimmobilien-Betreiber besteht beim betreuten Wohnen ein direktes Rechtsverhältnis zwischen dem Vermieter als Investor und dem Mieter als Wohnungsnutzer. Das gilt sowohl für den Mietvertrag aus auch für alle anderen gegenseitigen Rechte und Pflichten, bis hin zur Abrechnung der Nebenkosten nach der Betriebskostenverordnung BetrKV.

Was besagt die Dach-Fach-Klausel?

Üblich bis hin zu gängiger Praxis ist sie heutzutage bei einer gewerblichen Vermietung, kaum jedoch bei der Vermietung von Wohnraum. Ausgedrückt wird damit, dass der Mieter die gemietete Wohnung auf seine eigenen Kosten erhalten muss, und zwar mit allen Reparaturen an Dach und Fach. In der heutigen Zeit ist das nach Gesetzgebung und geltender aber Rechtsprechung kaum durchsetz- bzw. anwendbar.

Welche Regelungen bestehen beim Eigenbedarf?

Bei einem Pflegeimmobilien-Investment ist die unmittelbare Eigennutzung gesetzlich nicht möglich. Grund dafür ist die Zulassung des Pflegeheimbetreibers nach dem SGB, dem Sozialgesetzbuch bei den Pflegekassen, um Pflegeleistungen abrechnen zu können. Hat der Heimbetreiber mehrere Standorte, dann wird der Pflegeimmobilien-Investor überall außer in seiner eigenen Immobilie bei einer Heimbelegung bevorzugt berücksichtigt.

Fertigstellungsrisiko bei Pflegeimmobilien

Es besteht, wenn überhaupt, nur bei einem Neubau, nicht jedoch bei einer Bestandsimmobilie. Die Risikosituation ist dann gegeben, wenn der Kapitalanleger vor endgültiger Fertigstellung eine Teilzahlung auf den endgültigen Kaufpreis an den Verkäufer leistet, also an den Bauträger oder an einen Makler. Beim Neubau besteht ab dann das latente, meistens eher theoretische Risiko, dass die Immobilie im Endeffekt nicht vertragsgemäß fertiggestellt wird und die geleistete Zahlung futsch ist.

Worauf ist bei der Grundbucheintragung zu achten?

Zu jedem Pflegeimmobilien-Objekt gehört ein eigenes Grundbuch, vergleichbar mit einer Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus oder in einer Wohnanlage. Darin wird der Investor als Eigentümer mit all seinen Rechten und Pflichten eingetragen; so auch die vom Financier besicherte Grundbuchhypothek für die Kaufpreisfinanzierung.

Was ist die Instandhaltungsrücklage?

Sie wird von jedem Investor für sein Pflegeimmobilien-Objekt vom Betreiber erhoben, vergleichbar mit dem Hausgeld für Eigentumswohnungen. Sie ist ein monatlicher Fixbetrag, beispielsweise in Höhe von 3 Euro je m² Wohnfläche. Davon werden laufende Instandhaltungen, Reparaturen und dergleichen bezahlt. Eine Alternative dazu ist die Regelung anhand der Dach-Fach-Klausel. Der Anleger sollte vor Vertragsunterzeichnung wissen, wie die Handhabung für sein Objekt sein wird. Eins wie das andere kann vorteilhaft sein oder Schwachpunkte haben.

Welche Regelungen bestehen bei Möblierung & Inventar?

Das Pflegeimmobilien-Objekt wird vollausgestattet verkauft. Im Kaufvertrag wird der Inventaranteil sowohl als Mobiliar & Hausrat als auch in Euro & Cent ausgewiesen. Damit wird der Investor zum Inventareigentümer. Er kann den Kaufpreis für das Immobilieninventar in den ersten zehn Jahren separat steuerlich geltend machen. Darüber hinaus ist dieser Anteil von der Grunderwerbssteuer befreit.

Welchen Anteil haben Kaltmiete und Warmmiete?

In dem Mietvertrag wird üblicherweise unterschieden in Kaltmiete je m² Wohnraum sowie in die zusätzlichen Neben- beziehungsweise Betriebskosten. Die Summe daraus ist die Warmmiete inklusive Wasserverbrauch. Hinzukommen noch die Energiekosten mit Strom und Heizung. Die werden abhängig vom einzelnen Pflegeimmobilien-Objekt entweder der Warmmiete hinzu-, oder über eigene Verbrauchszähler für jede Wohneinheit separat abgerechnet.

Welche Kaufnebenkosten fallen an?

Zu diesen Kostenarten gehören die Grunderwerbssteuer, die notariellen Kosten für Kaufvertragsbeurkundung und Grundbucheintragung sowie die Gerichtskosten. Sofern ein Makler beteiligt ist, kommt noch dessen Courtage hinzu. Kaufnebenkosten sind im Grunde genommen sämtliche Kosten außer der Kaufsumme selbst.

Wie ermittelt man die Kaufpreishöhe?

Naturgemäß richtet sich der Kaufpreis nach Kriterien wir Immobiliengröße mit Nutz- und mit Wohnraum, wie Alter, Lage, Ausstattung und dergleichen mehr. Für das Einraum-Apartment mit Koch- und Sanitärbereich bis zur Größe von etwa 40 bis 45 m² muss mit einem durchschnittlichen Kaufpreis ab 110.000 aufwärts bis 140.000 Euro gerechnet werden. Mehr Zimmer mit mehr Grundfläche kosten entsprechend mehr, kleinere Apartments bis zu einer bestimmten Mindestgröße dementsprechend weniger.

Was ist im Kaufvertrag festzulegen?

Jeder Grundstücks- und Immobilienkaufvertrag muss notariell beurkundet, und anschließend muss der Eigentumsübergang in das Grundbuch eingetragen werden. Beides erledigt der Notar; entweder einer gemeinsam für Verkäufer und Investor, oder der jeweils eigene Notar des Vertrauens. Beide Seiten müssen persönlich beim Notar erscheinen und in seinem Beisein den Kaufvertrag unterschreiben.

Was bedeutet „Löffelfertig“?

Dieser Begriff ist die Fortschreibung von schlüsselfertig. Schlüsselfertig ist der gängige Begriff, das neue Zuhause aufzuschließen und einziehen zu können. Löffelfertig ist dahingehend einen Schritt weiter, dass in den komplett eingerichteten vier Wänden auch sofort gewohnt und gelebt werden kann. Bildlich gesprochen kann direkt die erste Mahlzeit gelöffelt werden.

Welche Funktion hat der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)?

Beim MDK handelt es sich um die pflegerische Begutachtungs- und Beratungsstelle für gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Der heimische Besuch des MDK ist die erste Stufe auf dem Weg, eine Pflegebedürftigkeit festgestellt und anerkannt zu bekommen. Darüber hinaus werden vom MDK Pflegeeinrichtungen auf ihre Qualität und Leistung hin bewertet.

Was sieht eine Mietgarantie vor?

Der Investor schließt für sein Objekt mit dem Pflegeimmobilien-Betreiber einen langfristigen Mietvertrag ab. Der Betreiber übernimmt Management und Risiko der Vermietung. Seine Mietzahlung an den Kapitalanleger ist immer garantiert, und zwar unabhängig von der Mietsituation für dessen Kapitalanlage. Das Risiko eines Leerstandes mit Mietausfall trägt der Betreiber. Dieses Risiko ist heutzutage eher theoretisch, weil die Nachfrage deutlich größer ist als das Angebot.

Worauf muss bei der Objektabnahme geachtet werden?

Selbst wenn es zeitaufwändig ist, sollte der Investor nach Fertigstellung, also bei Schlüssel- und bei Löffelfertigkeit, an der formellen Objektabnahme persönlich teilnehmen. Sie ist die Grundlage dafür, dass anschließend entweder die volle oder die restliche Kaufsumme fällig wird. „Danach ist nichts mehr zu machen“.

Was ist eine Vertragsindexierung und was ist ihr Zweck?

Ausgangspunkt der Renditeberechnung ist die auf den Kaufpreis bezogene Bruttorendite ausgedrückt in Prozentpunkten. Eine Wertsicherungsklausel im Mietvertrag orientiert sich am Verbraucherindex des statistischen Bundesamtes. Ändert sich der Index, wird die Miete dementsprechend vertragsgemäß angepasst. Mit diesem Automatismus ist eine kontinuierliche Mietsteigerung garantiert.