Pflegeimmobilien als Geldanlage

Das Angebot an Kapitalanlagen in Deutschland ist riesig. Die Investition in regulären Immobilien gilt schon seit Jahren als eine der sichersten Geldanlagen für die Zukunft. Viele scheuen allerdings den Aufwand der regelmäßigen Pflege und Renovierungsarbeiten des Wohneigentums. Und auch die Suche nach geeigneten Mietern gestaltet sich manchmal schwierig. Das Investieren in Pflegeimmobilien hingegen kann eine […]

Das Angebot an Kapitalanlagen in Deutschland ist riesig. Die Investition in regulären Immobilien gilt schon seit Jahren als eine der sichersten Geldanlagen für die Zukunft. Viele scheuen allerdings den Aufwand der regelmäßigen Pflege und Renovierungsarbeiten des Wohneigentums. Und auch die Suche nach geeigneten Mietern gestaltet sich manchmal schwierig. Das Investieren in Pflegeimmobilien hingegen kann eine gute und lohnende Alternative für eine zusätzliche Rente ohne erheblichen Einsatz sein. Wie jede Kapitalanlage sollte aber auch diese Möglichkeit von allen Seiten betrachtet werden. Ob eine Geldanlage in Pflegeimmobilien sinnvoll ist und ihren Zweck von einem zusätzlichen Einkommen erfüllt, klären wir in diesem Artikel.

Was dahinter steckt

Das Prinzip einer Pflegeimmobilie ist denkbar einfach (weiterführende Informationen: Pflegeimmobilien: Was ist das?). Der Investor kauft eine Wohneinheit in einem Pflegeheim und schließt diesen Kauf mit einem Generalmietvertrag über einen langen Zeitraum von etwa 20 Jahren plus Verlängerungsoption ab. Das Mietverhältnis kommt hier nicht mit dem Bewohner, sondern mit dem Betreiber des Pflegeheims zustande, der zusätzlich für alle Reparaturen und Renovierungsarbeiten innerhalb der Pflegeimmobilie aufkommen muss. So entstehen für den Investor keine Instandhaltungskosten. Auch auf Mieteinnahmen muss, zumindest bei förderungswürdigen Pflegeeinrichtungen, nicht verzichtet werden. Hier refinanziert der Staat zu 100% bei Mietausfällen, als auch bei Leerstand der Immobilie. Aber was bedeutet das genau? Die Kosten einer Pflegeimmobilie tragen sich meist von selbst. Hohe Renditen von 4 bis 6% und ein niedriges Zinsniveau machen es möglich. Außerdem können Steuervorteile und Abschreibungen die Rentabilität erhöhen. Eine Inflation der Mieteinnahmen ist nach dem Preisindex gemäß des Generalmietvertrages alle 4 bis 5 Jahre zu erwarten.

Also eine sinnvolle Investition?

Diese Preisstabilität und besonders der demographische Wandel in Deutschland zeigen es. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Statistiken zufolge wird jeder 4. Bürger im Jahr 2040 über 60 Jahre alt sein. Damit wächst auch der Bedarf an einer intensiven, stationären und professionellen Pflege. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Pflegebedürftige auf den langen Listen der Warteplätze in Pflegeeinrichtungen stehen. Hier bietet sich für Kapitalanleger nicht nur die Chance, in einen wachstumsstarken Markt zu investieren, sondern auch für den Fall der Fälle durch das bevorzugte Belegungsrecht vorzusorgen. Und das gilt nicht nur für den Investor selbst. Auch auf Familienangehörige trifft dies im Bedarfsfall zu.

Das sollte beachtet werden

Grundsätzlich ist eine erfolgreiche Geldanlage vom Betreiber der Pflegeeinrichtung abhängig. Eine angesehene Unternehmenskultur, eine angemessene Preispolitik, ein großes Leistungsspektrum und Erfahrung in dieser Position sind maßgebliche Aspekte. Außerdem sollte auf das Personal, das Konzept und das Qualitätsmanagement geachtet werden.

Ein ordentliches Vertragsverhältnis bietet dem Investor die nötige Sicherheit. Durch wichtige Informationen über die wirtschaftliche Lage und Auslastung des Heimes kann der Investor eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Pflegeheimbetreibers besser abschätzen und dementsprechend handeln.

Besonders der Standort der Pflegeeinrichtung ist wichtig für eine gewinnbringende Kapitalanlage. Je mehr Senioren in der Region leben, desto größer ist die mögliche Auslastung des Pflegeheims. Fragen zum gesamten Pflegeangebot in der Stadt sollten ebenfalls abgeklärt sein. Aber auch die Anbindung an Versorgungszentren wie Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen, der Zugang zum öffentlichen Verkehrsnetz und eine gute allgemeine Infrastruktur gehören zu den wesentlichen Faktoren.

Ein guter Service mit einer fachkundigen Pflege und Betreuung, einem gesunden und reichhaltigen Essens-Angebot sowie Sauberkeit gehören ebenso zum Leistungsspektrum einer erfolgreichen Pflegeeinrichtung wie eine barrierefreie und behindertengerechte Einrichtung.

Fazit

Die Investition in Pflegeimmobilien gilt heute nicht nur aufgrund des wachsenden Marktes, sondern auch durch die stabile Finanzierung als mit eine der sichersten Kapitalanlagen überhaupt. Wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, wird schnell klar, dass eine Pflegeimmobilie eine sinnvolle und geeignete Investition in die Zukunft ist. Besonders 40- bis 50-Jährige können von dem Kauf profitieren. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass eine Geldanlage immer mit gewissen Risiken verbunden ist. Eine professionelle Beratung ist daher unabdingbar.

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