Wohnungsmangel trotz steigender Baugenehmigungszahlen

Der altersgerechte Wohnbau bleibt trotz steigender Anzahl von erteilten Baugenehmigungen schwierig. Der Bereich Service- Wohnen steckt in noch größeren Schwierigkeiten, weil die zuständigen Behörden offenbar bei der positiven Bescheidung der Baugenehmigungsanträge kaum nachkommen.

Investoren und Projektentwickler sind zwar stetig dabei, neue Projekte an den Start zu bringen, allerdings steht ihnen wieder und wieder die Regulierungsstruktur im Wege.

Laut dem Statistischen Bundesamt wurden zwischen Januar und Oktober 2018 289.700 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, diese sowohl in bestehenden Gebäuden als auch in Neubauprojekten. Das bedeutet immerhin eine Steigerung von 1,2 % zum Jahr 2017.

Die anteilige Steigerung für Wohnungen in Neubauten beträgt demnach 1,9%, was 4800 von 252.300 Wohnungen entspricht.

„Die Zahl der Baugenehmigungen bei Mehrfamilienhäusern wächst, das ist ein gutes Zeichen. Die Entwicklung verdeutlicht, dass unsere Unternehmen beim Wohnungsbau in den Startlöchern stehen und bauen wollen. Viel zu häufig lässt man sie aber nicht, so dass weiterhin gilt: Genehmigt ist noch lange nicht gebaut. Hohe Hürden, wie die immer weiter steigende Flut der Bauauflagen und Normen, teure Baugrundstücke und steigende Baukosten stehen dem bezahlbaren Wohnungsbau im Weg. Der Wohnungsmangel in den Ballungszentren bleibt akut, so dass die steigenden Baugenehmigungen nur wenig Linderung bringen.“ wird dazu Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW) zitiert.

Mit dieser Entwicklung ist auch für 2019 noch nicht mit spürbaren Entlastungen im Pflegeimmobilienbereich zu rechnen. Generationenübergreifende Wohnprojekte und Servicewohnprojekte als dringend benötigter Wohnraum außerhalb von Pflegeheimen sind damit immer noch nicht in einem erstrebenswerten Bereich.