Pflegeimmobilien: Was ist das?

Jetzt bereits für später vorsorgen – diesen Wunsch haben viele Menschen. Besonders die immer knapper werdende Rente verunsichert, wie die Zukunft im Ruhestand aussehen wird. Die Suche nach einer zusätzlichen Altersvorsorge beginnt. Eine Lebens- und Rentenversicherung oder die Riester-Rente sind nur einige Möglichkeiten, den monatlichen Rentenbetrag zu erhöhen. Wem das nicht genügt, der denkt häufig […]
Jetzt bereits für später vorsorgen – diesen Wunsch haben viele Menschen. Besonders die immer knapper werdende Rente verunsichert, wie die Zukunft im Ruhestand aussehen wird. Die Suche nach einer zusätzlichen Altersvorsorge beginnt. Eine Lebens- und Rentenversicherung oder die Riester-Rente sind nur einige Möglichkeiten, den monatlichen Rentenbetrag zu erhöhen. Wem das nicht genügt, der denkt häufig über Immobilien als Kapitalanlagemöglichkeit nach. Während der Aufwand durch die Pflege und Vermietung von Eigentumswohnungen und -häusern eher abschreckt, ist die Investition in Pflegeimmobilien ein denkbar einfacher und weniger risikobehafteter Prozess. Aber was sind Pflegeimmobilien eigentlich und wie funktioniert dieses Prinzip der Altersvorsorge? Diese Fragen möchten wir in diesem Artikel klären.

Was sind Pflegeimmobilien?

Eine Pflegeimmobilie ist ein Eigentum, welches weder stark gepflegt werden muss, noch renovierungsbedürftig ist. Es handelt sich vielmehr um eine Eigentumswohnung, die sich in einem privaten oder staatlichen Pflegeheim befindet. Daher auch der Name.

Ein Mietverhältnis kommt jedoch nicht mit dem Bewohner dieser Wohnung zustande. Der Mieter ist hier immer der Betreiber der Pflegeeinrichtung selbst. Da die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch festgehalten werden und der Kauf unter das übliche Wohneigentumsgesetz fällt, kann der Besitzer der Pflegeimmobilie, wie bei einem normalen Wohnungskauf auch, auf alle Rechte zurückgreifen. Er hat also u.a. die Möglichkeit, die Immobilie zu verschenken, vererben oder auch zu verkaufen. Aber wie genau sieht dann das Verhältnis zwischen Mieter und Eigentümer aus? Was ist das Besondere? Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Eigentumswohnung wird das Mietverhältnis mit einem Generalmietvertrag abgeschlossen. Dieser Mietvertrag hat eine Dauer von meist über 20 Jahren. Der Mieter, also der Betreiber der Pflegeeinrichtung, mietet das Objekt fest über den gesamten Zeitraum und kümmert sich um alle Belange wie z.B. den Bewohnerwechsel. Für den Vermieter ergeben sich somit keinerlei Verpflichtungen: Für kleine und große Reparaturen sowie Instandhaltungen kommt der Mieter auf. Und auch bei Leerstand muss der Vermieter nicht unbedingt auf seine Einnahmen verzichten. Hierbei kommt es letztendlich darauf an, in welche Form von Pflegeimmobilien der Vermieter investiert hat.

Unterschiedliche Formen der Pflegeimmobilien

Zu unterscheiden sind zwei unterschiedliche Arten an Pflegeimmobilien, die auch die Investition beeinflussen. Zum Einen gibt es die nicht förderungswürdigen Objekte. Damit sind altersgerechtes, betreutes sowie Service-Wohnen gemeint. Diese Wohnform wird zu 100% von den Bewohnern selbst bezahlt und nicht durch staatliche Mittel unterstützt.

Als zweite Möglichkeit gibt es die förderungswürdigen Pflegeimmobilien. Das sind Institutionen wie psychiatrische Einrichtungen, Hospize, Behindertenheime oder stationäre Pflegeeinrichtungen. Durch die staatliche Förderung sind sie ideal für den Aufbau einer persönlichen Altersvorsorge durch Immobilien. Wann eine Pflegeimmobilie staatlich gefördert wird und das Sozialamt für die Kosten von zahlungsunfähigen Bewohnern aufkommt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  1. Das Pflegeheim muss selbstständig bewirtschaftet werden
  2. Es muss eine ganztägige Pflege und Betreuung angeboten werden
  3. Ausgebildete Fachkräfte und qualifiziertes Pflegepersonal übernehmen die Pflege und Betreuung der Bewohner

Zusammengefasst bedeuten diese zwei Arten für den Investor: Bei förderungswürdigen Objekten bestehen keine Ausfallrisiken, bei nichtförderungswürdigen Institutionen hingegen schon. Förderungswürdige Einrichtungen eignen sich daher besonders für eine Kapitalanlage.

Fazit

Eine Pflegeimmobilie ist eine Konstellation aus drei Parteien. Die Privatperson kauft diese Pflegeimmobilie, während der Pflegeheimbetreiber diese an den Heimbewohner vermietet und sich um alle Formalitäten und Instandhaltungen kümmert. Dem Vermieter wird somit ein Großteil der Verantwortung bei gleichbleibenden Einnahmen abgenommen. Somit lässt sich zusammenfassend sagen: Die Investition in eine Pflegeimmobilie ist nicht nur ein interessantes Investment, sondern auch weniger risikobehaftet als der normale Wohnungskauf beispielsweise. Zudem wächst der Bedarf an guten und modernen Pflegeeinrichtungen stetig. Daher ist der Kauf einer Pflegeimmobilie für eine zusätzliche Altersvorsorge besonders gut geeignet.

Schreibe einen Kommentar